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Bei vier Personen und täglicher Nutzung füllt sich der Behälter bspw. innerhalb von drei bis sechs Wochen abhängig von der Menge des verwendeten Toilettenpapiers. Der Inhalt des vollen Behälters kann direkt oder nach einer Zeit der Zwischenlagerung zusammen mit allen anderen anfallenden organischen Abfallstoffen in einen Rottebehälter im Garten gegeben werden. Villa wird mit drei Sammelbehältern geliefert, bei intensiver Nutzung oder sonst eingeschränkten Flächen für die Kompostierung können auch zusätzliche Behälter erworben werden.
Urin macht etwa 85% des Volumens der Ausscheidungen aus. Da dieser in den Separett Villa Trenntoiletten getrennt erfasst und nach außen abgeleitet wird, erhöht das die Kapazität der inneren Sammelbehälter erheblich. Bei nicht-separierenden Komposttoiletten werden zur Urinbindung überdies größere Mengen an Zuschlagstoffen benötigt, was das Volumen zusätzlich erhöht.
Nein. Sofern das Lüftungsrohr gründlich mit Silikon gedichtet ist, können keine Gerüche in den Raum entweichen. Im Gegensatz zu herkömmlichen WCs mit den üblichen Badezimmerlüftungsanlagen werden die Gerüche gar nicht erst im Raum verteilt, sondern unmittelbar aus der Toilette selbst abgezogen; die Zimmerluft bleibt rein. Das Stecksieb am Lüftergehäuse und das Insektengitter am Auslass des Entlüftungsrohres sollen dafür regelmäßig gereinigt werden.
Generell können schon durch die direkte Trennung von Urin und festen Ausscheidungen die von primitiven Abtritten berüchtigten fäkalen Gerüche gar nicht erst entstehen. Durch das Separett-System wird eine ausgeprägte Fäulnis vermieden. Nur nach Gebrauch kann ggf. in der Nähe des Lüftungsrohr-Auslasses Geruch wahrnehmbar sein, was allerdings nur in Eingangs- oder Aufenthaltsbereichen störend wirken könnte. Dies lässt sich - wo nötig - umgehen, indem das Lüftungsrohr bis über Dachhöhe geführt wird. Sonst reicht meist eine direkte Wanddurchführung.
Nein. Durch die Einleitung in eine Pflanzenkläranlage oder die Verrieselung über eine Lehmwand entstehen praktisch keine Gerüche, da diese durch den Boden gebunden werden bzw. durch die Einwirkung von Sauerstoff eine direkte Nitrifizierung (Stickstoffbindung) ohne Ammoniakbildung erfolgen kann.
Nein. Alle auftretenden Gerüche vom Tank oder durch den Anschluss an ein normales Haushaltsabwasserrohr werden durch die Sogwirkung des Lüfters in der Toilette direkt abgezogen und können daher nicht in den Raum entweichen. Am Abluftrohrende sind sie mit soviel Luft vermischt, dass es sich nicht mehr bemerkbar macht.
Die Installation eines Siphons („Knie“, U-Rohr) als Geruchssperre ist fast immer unnötig, da die Entlüftung der Toilette auch diesbezüglich effektiv ist (s.o.). Nur in Ausnahmefällen bei Anschluss an eine Kanalisation oder einen Abwassertank könnten die Gerüche von dort am Lüftungsrohrauslass störend sein und somit der Einbau eines Siphons sinnvoll werden.
Bei der Ausbringung des Urins – insbesondere durch den Gebrauch eines Separett Ejektortanks werden Gerüche durch die Verdünnung von etwa 1:8, was auch für die Pflanzenverträglichkeit wichtig ist, weitgehend vermieden. Auftretender schwacher Geruch kann ggf. durch stärkere Verdünnung reduziert werden.
Die Toiletten sind so konstruiert, dass der innere Sammelbehälter für Fliegen und andere Insekten kaum zugänglich ist. Insbesondere der kontinuierliche Luftstrom bei Betrieb mit dem eingebauten Ventilator hilft, Fliegen fernzuhalten. Bei sporadischem Gebrauch und längerer Abwesenheit sollte der Sammelbehälter ausgetauscht und entleert oder zumindest mit dem Deckel verschlossen werden. Der Einsatz von Zuschlagstoffen ist nicht nötig. Je nach Qualität des Materials könnten dadurch Insekten (-Eier) in die Toilette gelangen.
Ja. Der Stromverbrauch ist relativ niedrig und der ständige Betrieb trägt generell zur Raumentlüftung bei und unterstützt ein trockenes Wohnklima. Außerdem ist der Lüfter im Dauerbetrieb weniger verschleißanfällig. Wird der Lüfter länger ausgestellt, sollte der Sammelbehälter ausgetauscht und entleert oder zumindest mit dem Deckel verschlossen werden.
Sofern die baulichen Verhältnisse es zulassen, ist es einfacher, das Lüftungsrohr direkt durch die Wand zu führen (sofern nicht im Eingangs- oder Aufenthaltsbereich). Eine Dachdurchführung erfordert mehr Aufwand, damit die Dichtheit gewährleistet bleibt. Ggf. lässt sich das Rohr am Besten seitlich über Dach führen.
Nein! Die Badentlüftung soll durch den in der Toilette montierten Lüfter erfolgen.
Die Separett Villa-Modelle haben eine integrierte Kondenswasserableitung und brauchen daher keine Isolation von Rohren im Außenbereich.
Das Geräuschlevel, das durch den Lüfter hervorgerufen wird, ist niedrig. Bei dem mit 12V-Lüfter ausgestatteten Modell bewirkt dies nur ein leises, kaum bemerkbares Brummen und auch bei dem Modell Villa 9000 liegt es unter der Geräuschentwicklung üblicher Badentlüftungen. Die Resonanzbildung ist in jedem Fall umso niedriger, je direkter das Entlüftungsrohr aus dem Raum geführt werden kann.
Hierfür gibt es drei Optionen: 1) Anschluss an eine bestehende Abwasserleitung von bspw. Waschbecken, Dusche oder Spüle. 2) Einleitung in eine Pflanzenkläranlage (bepflanzter Bodenfilter) oder 3) Auffangen in einem Kanister/Tank wie dem Separett Ejektortank
Ja. Zum Verlängern der mitgelieferten 2m Schlauch können die üblichen im Handel erhältlichen Abwasser-Rohre verwendet werden (32-40mm im Innenbereich bzw. 50 -75mm im Außenbereich). Bei längeren Schlauchabschnitten ließe sich kaum das gewünschte kontinuierliche Gefälle sicherstellen.
Urin beginnt erst ab ca. -5o C zu frieren. Überdies kühlt er von Körpertemperatur erst langsam ab. Wenn Leitung und Sammelbehälter nicht völlig exponiert im Freien liegen, besteht also keine Frostgefahr. Offene Leitungsstücke (empfehlenswert mind. 50mm D) und der Sammelbehälter können bei Bedarf ohne größeren Aufwand isoliert werden.
Generell bedürfen Nutzungsänderungen der Abwasseranlagen einer behördlichen Genehmigung. Die jeweils lokal oder regional zuständigen Behörden haben die Entscheidungsbefugnis. Es gibt in Deutschland bspw. keine einheitliche rechtliche Regelung diesbezüglich. Durch die Installation einer Trenn-Toilette ist allerdings keine Verschlechterung der bestehenden Verhältnisse gegeben, von daher sollten keine objektiv begründbaren Einwände zu erwarten sein.
Wichtig ist, dass ein Gefälle durchgängig über die gesamte Strecke sichergestellt wird. Es reicht ein Gefälle von wenigen Zentimetern pro Meter. Je stärker das Gefälle, um so geringer die Verstopfungsgefahr.
Ja. Es empfiehlt sich, gelegentlich zur Reinigung etwas Wasser (etwa eine Tasse) in den Ablauf zu geben. Die Separett Ablaufreiniger-Tabs können überdies bisweilen in die Urinschale gegeben werden und verhindern auf enzymatischer Basis die Bildung von Ablagerungen.
Sie brauchen Zugang zu Leitungswasser mit einem Förderdruck von min. 2,5 bar/250 kPa. Je höher der Förderdruck, desto größere Höhendifferenzen kann der Ejektortank ausgleichen.
Das 10 m-Schlauchstück der Ejektortank-Einheit kann bei ausreichendem Leitungsdruck wenn nötig um maximal weitere 10m mit ¾-Zoll verlängert werden. Der Übergang zwischen den beiden Schlauchstücken sollte in diesem Fall über ein Stück Rohr erfolgen; gängige Kupplungsstücke können den Durchfluss zu stark begrenzen. Das Sprührohr kann durch vorsichtiges Erwärmen (Wasser/Luftpistole) vom Schlauch gelöst werden. Als Verbindungsstück kann man bspw. auch ein 5 cm Abschnitt von dem Sprührohr verwenden und mit Schlauchschellen fixieren.
Nein. Die Feststoffe zusammen mit dem Toilettenpapier im Behälter im inneren der Toilette sollen durch die Entlüftung allmählich trocknen und Volumen verlieren. Durch die Zugabe von Häckselmaterial könnten eventuell Insekten-Eier oder Larven in die Toilette gelangen. Wir empfehlen Separett „Absorb“-Vliesblätter zur Einlage in den Sammelbehälter der Toilette. Diese „Absorber“-Blätter binden geruchsmindernd überschüssige Feuchte.
Die Auffangschale des Trenn-Systems wurde nach entsprechenden Tests so gestaltet, dass sie für Frauen unterschiedlichen Alters und Männer gleichermaßen ihren Zweck erfüllt. Separett Villa wird zudem mit einem Aufsatz für die Urinauffangschale geliefert, mit dessen Hilfe die Separierung noch individueller optimiert werden kann.
Ja. Für kleine Kinder (früheres Vorschulalter) wird für Separett Villa eine spezieller, Kindersitz mitgeliefert, der einfach aufgelegt wird. Dieser urinseparierende Kindersitz passt auch auf die Modelle Privy500/501 und Rescue Camping sowie andere Trenntoiletten und ist als Zubehör auch einzeln lieferbar. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Kinder schnell lernen, wie sie richtig sitzen.
Sie können jedes gebräuchliche Toilettenpapier (recycelte oder „frische“ Holzfaser-Zellstoff-Produkte) verwenden und mit in den Behälter geben.
Ja. Das Toilettenpapier sorgt für Feuchtebindung und Zwischenlagen im Behälter und fungiert so als eine Art Zuschlagmittel, was auch die anschließende Handhabung erleichtert.
Ja. Die Funktion der Separett-Toiletten ist nicht temperaturabhängig, da weder Wasser involviert ist noch ein Kompostierungsprozess im Inneren aufrecht erhalten werden muss.
Generell wird bei Separett Villa eine Rolle Einlegebeutel mitgeliefert. Diese verhindern eine Verschmutzung des Sammelbehälters und vereinfachen die Entleerung und Reinigung.
Die mitgelieferten Beutel aus festem und dennoch kompostierbaren Material (Polyethylen mit Pflanzenstärke) gefertigten Beutel bauen sich unter Kompostierungs-bedingungen (ebenso wie die Absorbervlies-Blätter - s. Thema Zuschlagstoffe oben) allmählich ab.
Dies lässt sich nicht exakt allgemein beantworten, da dies von wechselnden Bedingungen im Kompost wie Temperatur, Feuchte und biologischen Prozessen abhängt. Das Material ist so beschaffen, dass es auch über längere Zeit bei Lagerung im Sammelbehälter stabil bleibt und seine Funktion erfüllt. Dies bedeutet auch einen langsameren Abbauprozess im Komposter. Für den häufigeren Gebrauch und Wechsel empfehlen sich die als Zubehör erhältliche dünnere Qualität kompostierbarer Beutel.
Ja. Die Toilette selbst verträgt auch Frosttemperaturen. Bei sehr niedrigen Raum-Temperaturen sollte der Gebrauch jedoch achtsamer sein, da das Material spröder wird.
Nach dem Aufklappen des Oberteils (Hebel arretieren) wird der Behälter mit dem Deckel versehen, leicht nach vorne gekippt und lässt sich dann über die vorderen Auflageflächen des Gehäuses herausziehen und gegen einen neuen austauschen. Zur Zwischenlagerung wird der Behälterinhalt an geeigneter Stelle außerhalb mit etwas Erde vermischt und der Deckel so aufgelegt, dass er an einer Seite etwas offen bleibt. Auf diese Weise erreicht man im Laufe von bis zu sechs Monaten eine Vorrotte.
Diese Art der Vorrotte bewirkt, dass etwaige pathogene Keime aus den Fäkalien durch die Bodenbakterien abgebaut werden und eine anfängliche Vererdung stattfindet. Reste der kompostierbaren Beutel und des Toilettenpapiers können dann noch vorhanden sein, bauen sich aber in dem weiteren Kompostierungsprozess ab.
Bei der anschließenden Kompostierung im Garten empfiehlt sich die Mischung mit anderen Gartenabfällen wie Grasschnitt, Laub, Stroh, Häckselmaterial und dergleichen sowie die Abdeckung mit etwas Erde. Bei Verwendung geschlossener Kompost-Behälter mit Deckel (im Gartenfachhandel erhältlich) erübrigt sich die Vorrotte in den mitgelieferten Sammelbehältern. Bitte beachten Sie auch die genaueren „Hinweise" unter http://www.tcstattwc.de/ bzw. in dem durch den Separett-Vertrieb oder Fachhändler extra erhältlichen Hinweisblatt zur Fäkalienbehandlung.
Bei Frostgefahr sollte der Ejektortank vor der Winterpause geleert werden um Frostschäden zu vermeiden. Stattdessen kann im Winterbetrieb der Urin in Kanistern gelagert werden, sofern es nicht einen größeren Abwassertank oder eine Pflanzenkläranlage gibt. Die Ausbringung auf Grünflächen sollte nur in der Vegetationsperiode erfolgen damit die Nährstoffe auch im Boden gebunden und verwertet werden können.
Die Separett-TCs sind aus hochwertigem schlagfesten PP-Kunststoff mit glatter, fester Oberfläche gefertigt, die gegen Kratzspuren unempfindlich und daher leicht zu reinigen ist. Kot gelangt unmittelbar in die mit Einlegebeutel ausgeschlagenen Sammelbehälter und hinterlässt folglich sonst keine Spuren. Die Urinseparation hat zudem reinigungsfreundliche runde Formen ohne Kanten und Winkel und für eine saubere Erscheinung ist auch kein ständiges Nachspülen nötig. Es empfiehlt sich der Gebrauch von allgemein im Handel erhältlichen Mikrofasertüchern und ggf. etwas Flüssigseife. Von Zeit zu Zeit sollte das Steckgitter am Lüftereinlass bzw. das Fliegengitter am Lüftungsrohrauslass gereinigt werden. Darüber hinaus besteht kein besonderer Aufwand.
Nein. Bei normalem Gebrauch kommt es zu keinem Kontakt mit den Ausscheidungen. Urin ist auch bei Ausbringung auf Gartenflächen potenziell nicht pathogen. Die Fäkalien wiederum verbleiben im Sammelbehälter oder Kompost-Container in einem geschlossenen System der Kompostierung, durch das sämtliche eventuell auftretenden Pathogene abgebaut werden können und Humus als unbedenkliches und organisch wertvolles Endprodukt entsteht. Im Gegensatz zu Sammelgruben und Kanalrohren kann auch keine Verseuchung des Erdreiches oder von Grundwasserleitern auftreten.
Generell bedürfen Nutzungsänderungen oder Neuinstallationen von Sanitäranlagen einer behördlichen Genehmigung. Die jeweils lokal oder regional zuständigen Behörden haben die Entscheidungsbefugnis. Es gibt in Deutschland bspw. keine einheitliche rechtliche Regelung bezüglich des Einsatzes von Trockentoiletten. Im nicht erschlossenen Außenbereich sind sie häufig behördlicherseits den Chemie-Campingtoiletten vorzuziehen. Im häuslichen Bereich ist es einzelfallabhängig. Im Zweifelsfall halten Sie mit dem Separett-Vertrieb Rücksprache.
Ja. Mit etwas handwerklichem Geschick und bei nicht zu komplizierten baulichen Verhältnissen stellt die Installation keine größere Hürde dar.
Die benötigten Durchlässe und Verbindungen erfordern zusätzlich zu den mitgelieferten Verbindungs- und Befestigungselementen wenige Materialien und Werkzeuge, die im Baustoffhandel erhältlich sind. Werkzeugliste: Schraubendreher (Kreuzschlitz) Handsäge zum Rohr ablängen Messer für den Urinschlauch Bohrmaschine/Bohraufsätze für die Durchlässe Wasserwaage Klebeband – falls Fliesen angebohrt werden müssen
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